VerveLabor – Lerne dein wahres ICH wirklich kennen!

Ein Kurs, der Kinder lehrt, mit Gefühlen zu tanzen oder das Problem ist nicht Dein Kind.

K. Nenaschew
05.05.2024

Unser jüngster Kurs „WERTvoll- Gefühle verstehen und ausdrücken war ein Abenteuer für Kinder und ein voller Erfolg. Kinder lernten, ihre Emotionen zu erkennen und auszudrücken, und die Eltern sind begeistert von den Fortschritten ihrer Kinder.

Ein besonderer Moment war, als unser jüngster Teilnehmer treffend bemerkte: „Gefühle sind Staub für mich.“ Diese einfache, aber tiefsinnige Aussage eröffnete in mir und auch bei den Kindern eine Diskussion darüber, wie allgegenwärtig und doch oft unbemerkt unsere Emotionen sein können. Es war ein Beweis dafür, wie Kinder die Welt um sich herum auf einzigartige und tiefgründige Weise sehen. Denn dieser kleine Poet, wählte sehr bewusst die Formulierung. Er sagte weder Müll, noch Dreck, er sagte Staub!
Das ist ein faszinierender Gedanke, den unser jüngster Teilnehmer da geäußert hat. Es scheint, als ob er die Gefühle als etwas ansieht, das allgegenwärtig und vielleicht sogar leicht zu übersehen ist und als etwas zu Unordentliches, was zu vermeiden gilt, eben ähnlich wie Staub. Dies könnte eine interessante Perspektive sein, um in unserem Inneren mit Kinderaugen zu erforschen, wie wir Erwachsene die Gefühle wahrnehmen und interpretieren.
Viele Erwachsene streben manchmal danach, gefühlstaub zu erscheinen oder zu werden, die Gefühle mit einem Staubsauger wegzumachen und das aus verschiedenen Gründen. Einige möchten vielleicht emotionale Schmerzen oder Stress vermeiden, die durch intensive Gefühle verursacht werden können. Andere könnten es als Schutzmechanismus sehen, um sich in einer überwältigenden Situation nicht verletzlich zu zeigen. Es gibt auch Fälle, in denen Menschen aufgrund von psychologischen Bedingungen wie Alexithymie Schwierigkeiten haben, ihre Gefühle zu erkennen und auszudrücken. In der Psychologie werden solche Zustände manchmal als Abwehrmechanismen betrachtet, die helfen, mit belastenden oder schmerzhaften Erlebnissen umzugehen. Diese Mechanismen können kurzfristig nützlich sein, um mit Traumata oder Stress fertigzuwerden, können aber langfristig zu Problemen führen, wenn Gefühle nicht angemessen verarbeitet werden. Ein Mädchen aus dem Kurs hat dazu eine kostbare Beobachtung mit uns geteilt, warum sie die Wut so oft spürt: „Meine Mutter kann das nicht, sie versteckt es immer, also mache ich es für sie mit.“ Lassen Sie es einen Moment wirken…
Alexithymie, auch bekannt als Gefühlsblindheit, ist ein Zustand, bei dem Menschen Schwierigkeiten haben, ihre eigenen Gefühle zu erkennen und zu beschreiben. Der Begriff setzt sich aus den griechischen Wörtern für „keine Worte“ (a-lexis) und „Gefühl“ (thymos) zusammen und bedeutet wörtlich „keine Worte für Gefühle“. Menschen mit Alexithymie nehmen ihre Emotionen oft nicht als solche wahr, sondern interpretieren sie als körperliche Empfindungen. Sie können beispielsweise Herzklopfen oder Übelkeit spüren, ohne zu erkennen, dass diese Symptome durch Angst oder Stress verursacht werden könnten. Dies kann zu Schwierigkeiten in der Kommunikation und im sozialen Umgang führen, da die Betroffenen ihre eigenen emotionalen Zustände nicht verstehen oder mitteilen können. Es ist wichtig zu betonen, dass das Streben nach Gefühlstaubheit oft ein Zeichen dafür ist, dass eine Person Unterstützung benötigt, um mit ihren Emotionen umzugehen. Also lasst uns bitte die richtigen Worte für Gefühle finden, für unsere Kinder, die uns aufzeigen, dass es immer wichtiger wird!
Es wird geschätzt, dass etwa 10 % der Bevölkerung in Deutschland in einem gewissen Grad von Alexithymie betroffen sind. Die Ursachen für Alexithymie sind vielfältig und können genetische, neurobiologische sowie psychosoziale Faktoren umfassen. Traumatische Erlebnisse oder Vernachlässigung in der Kindheit können ebenfalls eine Rolle spielen.

Obwohl Alexithymie keine offizielle Diagnose in den gängigen Klassifikationssystemen für psychische Störungen ist, wird sie in der psychosomatischen Medizin und Psychologie anerkannt und kann mit verschiedenen Therapieansätzen behandelt werden, um den Betroffenen zu helfen, ihre Gefühle besser zu verstehen und auszudrücken. Was ich damit betonen möchte ist die unnütze Perspektive Gefühlstaubheit zu praktizieren, die nur die Eltern als Vertrauenspersonen den Kindern erklären können.
Die nächste Frage hat mich lange nicht losgelassen. Was ist es, was ich in seiner Aussage wahrnehme. Warum kann ich nicht loslassen und vergessen, dass er genau diese Formulierung wählte? Es folgen meine gesammelten Überlegungen, entschuldigen Sie bitte die Poesie der Bilder, es muss aus mir heraus, lassen Sie sich anstecken und entfachen:
Gefühle sind wie Staub, der sich im Laufe des Lebens ansammelt. Sie sind die feinen Partikel unserer Erfahrungen, die sich in den Ecken unserer Seele absetzen. Wie Staub sammeln sich Gefühle in den verborgenen Winkeln unseres Daseins. Freude, Trauer, Liebe und Angst – sie alle hinterlassen Spuren, die wir oft erst bemerken, wenn sie durch ein Ereignis aufgewirbelt werden. Manchmal sind sie so leicht, dass ein einfacher Atemzug genügt, um sie aufzuwirbeln. Doch oft sind sie schwer und setzen sich tief in uns fest. Sie können uns belasten wie eine dicke Schicht Staub auf alten Möbeln oder uns bereichern wie der Glanz von Sternenstaub in der Nacht. Gefühle sind allgegenwärtig und doch so flüchtig wie Staub. Sie können uns umhüllen und unsere Sicht trüben, oder sie können im Licht tanzen und uns zum Staunen bringen.
Gefühle sind vergänglich und doch beständig. Sie verändern sich mit jedem Moment, mit jeder Begegnung. Wie Staub, der sich im Lichtstrahl eines Fensters sammelt, sind sie ein Zeichen der Zeit, die vergeht und der Erinnerungen, die bleiben.
Mein Fazit: Gefühle sind für mich dann eher Sternenstaub. Der Stoff aus dem alles entstanden ist. Sie sind die Essenz dessen, was uns menschlich macht. Sie verbinden uns mit dem Universum, denn genau wie die Sterne, sind sie geboren aus den Weiten des Raumes und der Zeit. Sie sind das, was übrig bleibt, wenn alles andere vergangen ist – ein leuchtender Beweis unserer Existenz und unserer Verbindung zu allem, was ist. Gefühle sind nicht nur flüchtige Erscheinungen in unserem Leben; sie sind das, was uns im Kern ausmacht. Sie sind wie Sternenstaub – winzige Fragmente eines größeren Ganzen, die uns daran erinnern, dass wir Teil eines unendlichen Universums sind. Jedes Gefühl, das wir erleben, ist ein Echo der kosmischen Energie namens Intuition , die durch die Sterne fließt und in uns widerhallt. Diese Sternenstaub-Gefühle sind es, die unsere Träume und Hoffnungen nähren. Sie inspirieren uns, nach den Sternen zu greifen und unsere eigenen Wege zu gehen. Sie sind die Funken, die unsere Leidenschaften entzünden und uns dazu bringen, über unsere Grenzen hinauszugehen. Sie sind das Leuchten in unseren Augen, wenn wir Liebe empfinden, und die Wärme in unseren Herzen, wenn wir Mitgefühl zeigen.
Aber wie der Staub, der sich über Jahrtausende im Weltall ansammelt, sind auch unsere Gefühle das Produkt von Zeit und Erfahrung. Sie sind Zeugen unserer Geschichte und unserer Verbindungen zu anderen Menschen. Sie sind die unsichtbaren Fäden, die uns mit der Vergangenheit und der Zukunft verweben, mit dem Leben und dem Tod, mit der Erde und den Sternen.

So wie der Sternenstaub das Licht der Sonne reflektiert und uns in der Dunkelheit den Weg weist, so reflektieren unsere Gefühle das Licht unserer Seele. Sie sind die Beweise unserer Menschlichkeit, die Spuren unserer Existenz, die wir im Universum hinterlassen. Und wenn wir eines Tages vergehen, werden unsere Gefühle – unser persönlicher Sternenstaub – weiterleben, in den Herzen derer, die wir berührt haben.
Wir sind unendlich dankbar für die ehrlichen und nachdenklichen Rückmeldungen, die wir erhalten haben, und freuen uns darauf, diesen Dialog über Gefühle fortzusetzen. Unser Ziel bleibt es, Kindern die Werkzeuge an die Hand zu geben, mit denen sie ihre Gefühlswelt sicher und selbstbewusst navigieren können.